MACKIE MESSER- BRECHTS DREIGROSCHENFILM

MACKIE MESSER- BRECHTS DREIGROSCHENFILM

Regie: Joachim A. Lang | Darsteller: Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Król, Claudia Michelsen, Britta Hammelstein , Max Raabe u.a. | Land: Deutschland 2018 | FSK: Ab 6 Jahren | Spieldauer: 130 Min.

Nach dem überragenden Welterfolg von „Die Dreigroschenoper“ will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht (Lars Eidinger) ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom „Dreigroschenfilm“ ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse. Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der Dreigroschenoper der Kampf des Londoner Gangsters Macheath (Tobias Moretti) mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum (Joachim Król) Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen … Ein Dichter inszeniert die Wirklichkeit – Das hat es noch nie gegeben!

Nach „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann sowie „Die Beule – Ein Dreigroschenfilm“, „Dreigroschenroman“, „Der Dreigroschenprozeß – Ein soziologisches Experiment“ und weiteren Texten von Bertolt Brecht.

×
HEUTE
18.10.
FR
19.10.
SA
20.10.
SO
21.10.

20:15

20:15

19:00

MO
22.10.
DI
23.10.
MI
24.10.

20:15

BOOK CLUB – DAS BESTE KOMMT NOCH

BOOK CLUB – DAS BESTE KOMMT NOCH

Regie: Bill Holderman | Darsteller: Diane Keaton, Jane Fonda, Candice Bergen | Land: USA 2018 | FSK: Ohne Altersbeschränkung | Spieldauer: 105 Min.

Mit „Mr. Greys“ Hilfe zu Mr. Right? Vivian (Jane Fonda), Diane (Diane Keaton), Carol (Mary Steenburgen) und Sharon (Candice Bergen) gehen schon ihr halbes Leben gemeinsam durch dick und dünn, ihr monatlicher „Book Club“ ist für alle ein Pflichttermin und bei jeder Menge Wein sind natürlich auch Männer immer ein Thema. Eines Tages präsentiert Vivian ihren Freundinnen als neue Buchclub-Lektüre „Fifty Shades of Grey“, den Roman-Bestseller von E. L. James. Und prompt stellen die erotischen Fantasien das Leben der Damen auf den Kopf. Mehr oder weniger freiwillig finden sie sich in ebenso witzigen wie berührenden amourösen Verwicklungen verstrickt …

Das Wort ‚Ikone’ wird im Showbusiness gerne überstrapaziert. Aber kein Ausdruck passt besser auf jede der vier Hauptdarstellerinnen von BOOK CLUB – Das Beste kommt noch. Welcher Film vereint schon die drei Oscar®-Preisträgerinnen Jane Fonda („Das China-Syndrom“, TV-Hit „Grace and Frankie“), Diane Keaton („Der Stadtneurotiker“, „Alle Jahre wieder – Weihnachten mit den Coopers“) und Mary Steenburgen („Melvin und Howard“, „The Help“) und Golden Globe®-Gewinnerin Candice Bergen („Der Wind und der Löwe“, Serienerfolg „Murphy Brown“)?

Das Regiedebüt von Bill Holderman (Regie/Buch/Produktion) erzählt auf ebenso komische wie berührende Weise, dass es nie zu spät ist, das nächste Kapitel im Leben zum besten zu machen. Bei dieser Erkenntnis werden die vier weiblichen Superstars von ähnlich hochkarätigen männlichen Partnern, darunter Oscar®-Preisträger Richard Dreyfuss („Der weiße Hai“, „R.E.D. – Älter, härter besser“), Golden Globe®-Gewinner Don Johnson („Miami Vice“, „Django Unchained“), dem Oscar®-Nominierten Andy Garcia („Black Rain“, „Max Steel) und dem Golden Globe®-Nominierten Craig T. Nelson („Parenthood“) unterstützt.

×
HEUTE
18.10.
FR
19.10.
SA
20.10.
SO
21.10.

18:15

18:15

17:00

MO
22.10.
DI
23.10.
MI
24.10.

18:15

DAS PRINZIP MONTESSORI – DIE LUST AM SELBER-LERNEN

DAS PRINZIP MONTESSORI – DIE LUST AM SELBER-LERNEN

Regie: Alexandre Mourot | Darsteller: Dokumentarfilm | Land: Frankreich 2017 | FSK: Ohne Altersbeschränkung | Spieldauer: 100 Min.

DAS PRINZIP MONTESSORI – DIE LUST AM SELBER-LERNEN taucht ein in die magische Welt der geistigen Autonomie des Menschen, die Maria Montessori vor 100 Jahren erstmals ausformulierte.

Als der Filmemacher Alexandre Mourot zum ersten Mal Vater wird, kommen eine ganze Menge neuer Fragen auf ihn zu. Sobald sie laufen kann, möchte seine Tochter alles entdecken und vor allem – auf eigene Faust und ohne Hilfe. Dabei gibt es allerlei Gefahren, die jedem Erwachsenen den Angstschweiß auf die Stirn treiben: an der Kante kann man stolpern, von der Leiter lässt es sich gut fallen oder von der Treppe schön herunterpurzeln. Alexandre Mourot fragt sich, was treibt meine Tochter eigentlich an und wie soll ich mich dazu verhalten? Als er feststellt, wie groß die Fortschritte seiner Tochter sind, wenn er sie einfach gewähren lässt und ihre eigenen Energien respektiert, beginnt er sich für die Montessori-Pädagogik zu interessieren. Ausgerüstet mit seiner Kamera besucht er Frankreichs älteste Montessori-Schule. Hier trifft er auf glückliche Kinder, die die Vorteile ihrer Freiheit genießen und doch sehr diszipliniert ihren „Aufgaben“ nachgehen. Ob lesen, Brot backen, rechnen lernen, schlafen oder spielen – die Erzieher bleiben sehr diskret und im Hintergrund. Es sind die Kinder, die dem Regisseur durch ihre Entwicklung eine ganz eigene Dramaturgie vorgeben und so zu den eigentlichen Erzählern ihrer Geschichte werden.

Alexandre Mourots Dokumentarfilm ist ein ehrlicher und intimer Einblick in die bezaubernde Magie des Lernens. Auf den Spuren der Montessori-Pädagogik zeigt der Film in so bewegenden wie charmanten Beobachtungen, welcher Schatz sich in unseren Kindern verbergen kann.

×
HEUTE
18.10.
FR
19.10.
SA
20.10.
SO
21.10.

20:00
Sondervorstellung

MO
22.10.
DI
23.10.
MI
24.10.
STEPHAN BAUER – VOR DER EHE WOLLT‘ ICH EWIG LEBEN

STEPHAN BAUER – VOR DER EHE WOLLT‘ ICH EWIG LEBEN

Regie: Walter Muffler | Darsteller: Stephan Bauer | Land: D 2018 | FSK: Ab 6 Jahren | Spieldauer: 120 Min.

Jeder kennt sie: die Müdigkeit in der Beziehung. Wenn man nach zehn Jahren ratlos in das Gesicht des Partners schaut und sich klar wird: Vor der Ehe wollte ich ewig leben. Fast jeder hatte mal so seine Träume von einem glücklichen und erfüllten Dasein. Und was ist davon übrig? Mit 25 heiratet man den Menschen, der einem den Verstand wegbu… – und mit 50 stellt man fest: Es ist ihm gelungen.

Aber ist die Ehe trotz hoher Scheidungsraten wirklich überholt? Sind Single-Leben, Abendabschlussgefährten und Fremdgehportale im Netz eine tragfähige Alternative? Kann man das alte Institut der Ehe nicht modernisieren? Für Männer ist es heute z.B. nicht wichtig, dass eine Frau kochen kann, sondern dass sie keinen guten Anwalt kennt. Der Mann weiß inzwischen ohnehin: Wer oben liegt, muss spülen. Wichtig ist heute nur noch, dass die Beziehung ausgeglichen ist: Einer hat recht, der andere ist der Ehemann.

Die Ehe hat doch auch ihre guten Seiten. Man kommt nach Hause und hat immer dieselbe Bezugsperson, die einen ablehnt. Eine Ehe muss auch nicht langweilig sein. Man kann auch Lebensversicherungen aufeinander abschließen, dann hat sie die tolle Spannung wer gewinnt. Es müssen eben ein paar Regeln eingehalten werden. Die wichtigste lautet: Treue. Viele Menschen können das nicht. Warum eigentlich nicht? Bei Tieren funktioniert das doch auch. Pinguine sind sich ein Leben lang treu – aber die sehen halt auch alle gleich aus…

Stephan Bauer geht mit gutem Beispiel voran, ist (nochmal) vor den Traualtar getreten, getreu dem Motto: „Heiraten ist Dummheit aus Vernunft“. Warum auch nicht? „Wir sind 5 Jahre zusammen, streiten viel, haben wenig Sex – dann können wir es auch offiziell machen.“

Stephan Bauers neues Programm ist wie immer ein pointenpraller Mega-Spaß, aber auch eine offene Abrechnung mit der Single-Gesellschaft, erodierenden Werten und dem Gefühl von „alles geht“.

×
HEUTE
18.10.
FR
19.10.
SA
20.10.
SO
21.10.
MO
22.10.
DI
23.10.
MI
24.10.

20:00
Kabarett